Olaf Grewe

Mein Eindruck

Kommt nun der Facebook-Krake?

Facebook ist omnipräsent. Nahezu 500 Millionen Menschen nutzen das Netzwerk, rund 1/3 der Schweizer Bevölkerung ist hier vertreten. Logisch also, dass Facebook gerne die Daten der Menschen sammelt, verarbeitet, Geld damit verdient und weitere Services anbietet, um ihre Kriegskasse zu füllen. Jüngst kündigte Mark Zuckerberg ein eigenes Mailsystem an. Es sei kein E-Mail-Killer, sagt er. Aber seine Idee geht weit und integriert nahezu alle digitalen Kommunikationskanäle inklusive Mobiltelefonie (dazu auch ein guter Artikel auf Silicon.de).

Privatsphäre und Datensicherheit

Ein Blick in das Facebook-Universum offenbart tolle Entwicklungen. Und persönlich bin ich froh, dass Unternehmen wie Google und Facebook unser digitales Leben vereinfachen und weiterentwickeln wollen. Dass die Unternehmen damit Geld verdienen und damit Arbeitsplätze schaffen, halte ich für absolut legitim. Wenn da nicht das Thema Datensicherheit und Privatsphäre wäre.

Bei RockMelt hatte ich ernsthaft Bedenken, ob ich das so nutzen möchte. Schliesslich weiss ich nicht, wer meine Daten, die ich eigentlich geschützt halte, liest und für seinen Profit nutzt. Doch mal Hand aufs Herz: Jeder, der IT versteht weiss, dass alle Daten irgendwo gespeichert werden und theoretisch abrufbar sind – und sei es aus dem Arbeitsspeicher des Computers heraus. Das ist aber kein Freibrief, um den Schutz der Privatsphäre auszuhebeln. Im Gegenteil. Ich hoffe sehr, dass sich die Unternehmen dessen bewusst sind.

Zurück zum Mailsystem

Was ich an Facebooks Mail-Idee bestechend finde, ist der Fakt, dass es eine eher technische Sache ist. Die versteht der User und kann sie nachvollziehen. Leider war das Experiment von Google Wave nicht erfolgreich. Hier ging es eher um strukturell-menschliche Kommunikations und Denkweisen, die Wave technisch neu aufgesetzt hat. Wer da ein reines Mailsystem erwartet hat, wurde enttäuscht. Das war ein grosser Kommunikationsfehler von Google.

Es ist dem Anwender zu erklären, was mit seinen Daten passiert. Und das klipp und klar. Die Klauseln in den AGB versteht keiner, wenn sie überhaupt gelesen werden. Die Angst sitzt tief, ein gläserner User zu sein. Und diese Angst muss genommen werden, dann kann es funktionieren.

Was meint Ihr?

Lesetipps:

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 17. November 2010 von in Web/Technologie und getaggt mit , , , , , .
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