Olaf Grewe

Mein Eindruck

Bloggerrelations – Teil II: Die Wahl der richtigen Blogger

Bloggerrelations – das verkannte Potenzial II

Die Herausforderung für die Kommunikationsabteilungen oder Agenturen ist es, die richtigen Blogger zu finden, die Beziehungen zu pflegen und last but not least, die richtigen Inhalte zu finden. Denn eines ist klar: One size fits all geht nicht.

Es ist nun mal so, dass Blogger Individuen sind, die zum Teil ohne redaktionelles Konzept arbeiten. Zudem ist deren Zeit oft knapp bemessen. Das resultiert darin, dass viele Blogger, so wie ich,  selten die Zeit finden, in ihrer Freizeit einen Beitrag zu konzipieren und zu erstellen. Deswegen wage ich mal die grundsätzliche Behauptung, dass dreiviertel aller Blogs genauso geführt werden – mehr oder weniger sporadisch werden mehr oder weniger gute Beiträge publiziert. Und dann ist da das andere Viertel.

Diese Blogs sind hochprofessionell geführt und entsprechend vermarktet. Manchmal steckt ein Redaktionsteam dahinter wie bei dem grossartigen Blog Bärner Meitschi. Manchmal Einzelblogger wie etwa Justyna mit ihrem Blog Justibeauty oder Jürg. Während die Bärner Meitschi und Justyna ihren Blog gezielt vermarkten und Kooperationen mit Marken eingehen, ist Jürgs Blog ein privater NGO Blog auf einem hohen Niveau.

Grundsatz

Egal ob Einzelblogger oder Bloggergruppe, die Frage bleibt: Wie soll man mit ihnen in Kontakt treten, in Kontakt bleiben und Inhalte mit Mehrwert für alle Beteiligten liefern? Nicht besonders effektiv und nicht besonders clever ist es, Bloggern Medienmitteilungen zu zu senden. Ja, man bleibt in Kontakt, doch darf man hier keine Wunder und zahllose Veröffentlichungen erwarten. Zudem ist es wichtig, dass die Inhalte den Interessen der Blogger und ihren Publikationen entsprechen. Hier ein paar Regeln und Ansichten, um die richtigen Blogger zu finden und zu hegen und pflegen.

Maracook - gesundes Essen mit LÄTTA1. Recherchiere breit und evaluiere in der Tiefe

Es zeigt sich bei Projekten immer wieder, dass bei der Recherche eine einfache Google Suche für die Suche nach Bloggern in der Schweiz zu oberflächlich ist. Sinnvoller ist es, Kernblogger – also die, über die der geneigte Leser regelmässig „stolpert“ – genau unter die Lupe zu nehmen. Dazu ist es sinnvoll, zu schauen, wer deren Inhalte teilt, sinnvoll kommentiert oder eventuell sogar in der Blogroll steht. Die Twitter-Suche ist je nach Thema ein guter Start. Danach tauchen wir ein und schauen, wo und wie der Blog zum Projekt passt. So haben ich mit dem Team bei einem Projekt für LÄTTA mit Marisa von Maracooks kooperiert. Auf sie wurden wir durch eine gründliche Recherche aufmerksam. Es war eine wahre Freude und das Ergebnis war super.

 2. Der Inhalt muss passen

Grundsätzlich ist es wichtig, die evaluierten Blogger mit einem strukturierten Vorschlag zu kontaktieren. Der Kontakt kann via Twitter erfolgen, falls keine Kontaktdaten auf dem Blog vorhanden sind. Es ist also viel Aufwand mit der Recherche und der Kontaktaufnahme mit den Bloggern verbunden. Daher sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, mit einem wohl überlegten und strukturierten Ansatz und Konzept anzuklopfen und um eine Kooperation zu bitten. Ein Travelblogger wie Tom wird sicher nicht über Speisen und Getränke berichten, wenn  es nur um die Produkte geht. Sinnvoller wäre hier etwa eine kulinarische Reise durch ein Land oder verschiedene Restaurants. Jürg würde sicher nicht über Finanzprodukte bloggen, wenn dieser Beitrag dem Ziel seines Blogs nicht dient. Spannender wäre es, über verschiedene Möglichkeiten zu bloggen, wie seine Schützlinge von Investitionsprogrammen profitieren können. Kurzum: Einen Lifestyle Blogger ein Nanotech-Thema anzubieten ist verlorene Zeit. Für beide.

Daher: Ich bin der Ansicht, dass der Aufwand mit gründlicher Vorbereitung der gleiche ist, als wenn ich erst breit streue und dann selektiere. Vorteil bei der gründlichen und strukturierten Methode: Ich vermeide es, Blogger zu frustrieren und mir erspare ich viel Zeit.

3. Vermeide Frustration

Natürlich kann es vorkommen, dass man Blogger enttäuscht. Dies resultiert zum Teil aus unvollständigen Briefings an die Blogger oder mangelhafte Konzepte zur Ansprache der Blogger. Teilweise aber auch aus Ungeduld. So ist der unverhoffte Erfolg oft ein Problem. Denn wenn man auf Nummer sicher gehen will und mehrere Blogger gleichzeitig anschreibt und überraschenderweise 100% positive Response erhält aber diesen  Bedarf nicht befriedigen kann, dann kommt Frust auf.

Hier könnt Ihr Teil I lesen.

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2 Kommentare zu “Bloggerrelations – Teil II: Die Wahl der richtigen Blogger

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 23. November 2013 von in PR&Kommunikation, Weblogs und getaggt mit , , , , .
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